Die 3 Grundbausteine eines Wortes
Deutsche Wörter sind wie Lego-Steine aufgebaut. Der Wortstamm trägt die Kernbedeutung, während Präfixe und Suffixe neue Bedeutungen und Wortarten erzeugen (Ableitung / Derivation).
ver-, be-, un-, ent-
Steht vor dem Stamm und verändert die Bedeutung (z. B. glücklich ➔ unglücklich).
-fahr-, -spiel-, -les-
Der unveränderliche Bedeutungskern der gesamten Wortfamilie.
-ung, -heit, -keit, -bar
Steht hinter dem Stamm und bestimmt meist die Wortart (z. B. les-bar = Adjektiv).
Zusammensetzungen (Komposita) & Fugen-s
Im Deutschen können zwei oder mehr eigenständige Wörter zu einem neuen Wort verschmelzen.
Grundwort & Bestimmungswort
Das letzte Wort (Grundwort) bestimmt Artikel und Wortart. Das erste Wort (Bestimmungswort) beschreibt es näher:
Das Fugen-s (Verbindungselement)
Damit sich Wörter leichter aussprechen lassen, wird oft ein -s- oder -en- eingefügt:
Nominalisierung (Wortart-Wechsel)
Verben und Adjektive können zu Nomen werden – dann werden sie **großgeschrieben**!
Signalwörter wie Artikel (das), Präpositionen (beim, zum, vom) oder Pronomen kündigen es an:
schwimmen ➔ beim Schwimmen | lesen ➔ das laute LesenNach unbestimmten Mengenangaben (alles, etwas, nichts, viel, wenig):
gut ➔ alles Gute | neu ➔ etwas ganz NeuesDas Wortbau-Labor
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